Sarah Pavel, spirituelle Therapeutin & medialer Coach

Ich bin am Rande der schwäbischen Alb aufgewachsen, ganz beschaulich in einem kleinen Dörfchen. Schon damals war ich eine Art Paradiesvogel, immer anders als die anderen Kinder. Ich habe Träume gehabt, die ich nicht hätte haben können. Ich erinnere mich, wie meine Eltern mich immer gefragt haben, ob ich Filme darüber gesehen hätte, weil es einfach nicht sein konnte, dass ich diese Dinge wusste. In der Familie wurde ich dementsprechend immer als “zu sensibel” und “seltsam” abgetan. Mittlerweile verstehe ich, was es damit auf sich hatte aber damals war es nicht ganz einfach für mich verstanden zu werden.

War das Thema Spiritualität in deiner Familie vorhanden bzw. hast du es von deinen Eltern oder Verwandten durch irgendwelche Art und Weise vorgelebt bekommen?

Meine Eltern waren dem Thema Spiritualität total fern. Meine Großmutter sagt erst heute, wo sie nun von meiner Entwicklung weiß, dass auch sie Seelen sieht. Damals wollte sie es nicht öffentlich machen und hat es versucht zu verstecken.

Du hast Pädagogik mit Psychologie studiert. Das sind sehr rational denkende Berufe. Wann und wieso kam bei dir der Gedanke dich auf spirituelle Therapie- und Coachingansätze zu spezialisieren?

Als ich in meiner Praxis als Familientherapeutin gearbeitet habe, habe ich immer wieder gemerkt, dass es einfach nicht ausreicht. Ich konnte meinen Patienten nie ganz helfen, da wir immer nur an der Oberfläche gearbeitet haben. Als mein Mann und ich in unser jetziges Haus (welches von 1662 ist) gezogen sind, hat sich so einiges geändert. Wir haben sehr schnell gemerkt, dass es in dem Haus spukte. Die Heizung ging z.B. ständig an- und aus oder es waren nachts Schritte zu hören. Es war wirklich sehr nervenaufreibend. Nachdem auch mein Mann diese Erfahrung machen musste, während ich einige Tage beruflich unterwegs war, beschloss ich eine Bekannte anzurufen, die ich noch aus meiner Ausbildungszeit kannte. Sie hatte sich als spirituelle Heilerin vorgestellt und ich habe es damals noch belächelt, weil ich dermaßen in meiner wissenschaftlichen Welt verstrickt war.

Nachdem sie unser Haus gereinigt hatte und wir uns zusammengesetzt haben, hat sie nicht lange gezögert, mir klar zu machen, ich solle aufhören meine Gabe zu unterdrücken und meine eigenen Fähigkeiten nutzen. Mittlerweile weiß ich, dass man so viele Zeichen bekommt, wenn man nicht auf dem richtigen Weg ist. So viele Dinge, die nicht funktionieren, weil es eben nicht sein soll. Und wenn man dann auf dem richtigen Weg ist, öffnen sich wahnsinnig viele Türen und man fühlt einfach, dass es richtig ist.

Wie ging dein Mann mit der Situation um, nachdem du ihm sagtest dass du als Medium arbeiten willst? Hat er dich direkt unterstützt oder war er zuerst skeptisch? Bei vielen Männer ist dieses Thema ja tatsächlich fremdes Terrain.

Glücklicherweise ist mein Mann mit einer sehr spirituellen Mutter aufgewachsen. Das Thema war ihm also nicht wirklich fremd. Jedoch hat ihn die eigene Erfahrung durch unser Haus, den Glauben daran verstärkt. Durch das was ich mache, sieht er jetzt natürlich auch, dass “Spirit” dir viele Beweise gibt und es nicht einfach erfunden ist, sondern tatsächlich real. Bei so vielen Dingen, die ich weiß, aber eigentlich garnicht wissen kann, hat er letztendlich garkeine Zweifel mehr und unterstützt mich in allem.

Wie sieht eine Sitzung bei dir aus und wie genau arbeitest du mit den Klienten?

Eine Sitzung sieht bei mir eigentlich immer recht unterschiedlich aus. Zunächst einmal verbinde ich mich aber immer energisch mit dem Klienten und daraufhin bekomme ich Informationen, die für ihn gerade wichtig und passend sind. Ich kann aber auch die Akasha Chronik aufrufen, also das Buch des Lebens, wo quasi alles über den Klienten “geschrieben” steht. Somit kann ich mir die momentane Lebenssituation des Klienten anschauen und mit ihm mithilfe einer Meditation auf Reisen gehen. Entweder in ein vorheriges Leben oder in das Derzeitige.

Es kommt immer darauf an, wie offen der Klient ist und wo die Ursache oder wo der Beginn des Problems liegt. Wo genau die Reise hingeht, weiß ich vorher auch nicht. Ich lasse mich dann einfach führen und gehe gemeinsam mit dem Klienten durch diese Welten durch. Nach der Meditation haben sich dann meist viele Fragen erübrigt und viele Antworten ergeben. Warum habe ich diese Angst? Warum habe ich diese Probleme mit meiner Mutter? Meist kommen Klienten zu mir, die auf ihre Fragen einfach keine rationalen Antworten finden können. Ich habe in meinem Coachingangebot aber auch einige spirituell Interessierte, die einfach nur mehr über sich und ihre Lebensaufgabe erfahren möchten. Zur persönlichen Weiterentwicklung sind die begleitenden Reinkarnationsreisen sehr zu empfehlen.

Wo denkst du ist der Knackpunkt, dass diese Art von Therapie dich und deine Klienten weiter bringt als reine psychologische Arbeit?

Dadurch, dass ich nicht oberflächlich arbeite und die Symptome an sich behandle, sondern die Wurzel für das Problem suche. Meistens sind es Probleme, die nicht in diesem Leben, sondern in ganz vielen Leben vorher entstanden sind. Zu wissen, es gab schonmal eine andere Situation woraus dieses Problem resultiert, gibt einem eine heilsame Erleichterung. Wenn man das Prinzip von Karma als die Schule der Seele versteht und Karma in sein Leben einbaut, verändert sich das Leben auch dahin gehend. Man nimmt tiefgründige Momente wahr und versteht warum wir eigentlich hier sind. Wir sind nämlich nicht hier nur um zu arbeiten, Geld zu verdienen, Kinder zu bekommen, ein Haus zu bauen und einfach die klassische gesellschaftliche Karriere zu machen, sondern wir sind eigentlich hier um unser Karma abzuarbeiten.Über dieses Thema und meine Arbeit schreibe ich gerade auch ein Buch- es soll Ende diesen Jahres erscheinen.

Was empfiehlst du Menschen, die mit ihren Problemen, trotz psychologischer Therapiesitzungen, nicht mehr weiter wissen und mit Spiritualität bisher nicht vertraut sind?

Also eigentlich sind mir diese Klienten am liebsten. Ich sage ihnen dann vor der Sitzung immer: “Du musst da eigentlich garnicht dran glauben. Du kannst es auch einfach als irgendwelche Beispiele annehmen.” Das interessante daran ist eigentlich, dass Alle nach der Sitzung sagen, dass es alles so einleuchtend ist, sie sich stark darin wiederfinden und überrascht sind, dass sie nun so denken. Ich denke das einzige Hindernis ist, dass eigene Ego und der Gedanke “Ich mag es nicht, obwohl ich es nicht kenne.” Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass die Menschen irgendwann doch so weit sind, weil sie einfach keine Lösung wissen und keine rationalen Erklärungen mehr finden können. Dann sind sie nämlich bereit Neues auszuprobieren.

Sarah Pavel, 34, lebt mit ihrem Zwergdackel, ihren 2 Kindern und Mann auf dem Land in der Nähe von Düsseldorf. Ihre Praxis befindet sich ebenfalls in der Nähe von Düsseldorf. Dort bietet sie spirituelle Therapiesitzungen und mediales Coaching durch Reinkarnationsreisen an. Bei Interesse kann eine Terminabsprache über folgenden Kontakt erfolgen:

www.sarahpavel.de

Fotografiert von Marina Kozlova

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